Leistungsspektrum

In der Pathologie werden feingewebliche (histologische) und zytologische Untersuchungen mit Hilfe des Mikroskops durchgeführt. Ergänzt werden diese Untersuchungen durch morphologisch-basierte Spezialmethoden (z.B. Immunhistologie, Molekularpathologie, Immunfluoreszenz etc). Auch eine intraoperative mikroskopische Gewebeanalyse (Schnellschnittdiagnostik) wird von uns durchgeführt. Im Bereich der Zytologie werden gynäkologische Abstriche und extragenitale Untersuchungen ausgeführt.

Histologische Diagnostik

Die histologische Diagnostik dient der Erkennung und Verlaufskontrolle von Krankheiten, sowie der Beurteilung von Therapieeffekten. Am Beginn steht die Frage: krankhafter Prozeß: ja/nein. Danach folgt die Zuordnung zu einer Krankheitsgruppe: Entzündung, Stoffwechselerkrankung, Tumorerkrankung (gutartig/bösartig/Grad der Bösartigkeit), im Bedarfsfall kann eine Aussage über die Excisionsgrenzen gemacht werden. Die Patientenproben werden zugeschnitten, entwässert und in Paraffinblöcke eingebettet. Danach werden sehr dünne Schnitte ( 3 µm ) angefertigt, auf einen Objektträger aufgezogen, gefärbt und anschließend unter dem Mikroskop beurteilt.


Färbungen:

Hämatoxilyn-Eosin-Färbung (HE-Färbung), Hämatoxilyn nach GILL-III für Schnellschnitte, Silberimprägnation nach Gomori, Toluidinfärbung, Eisenfärbung, PAS-Färbung, Alcianblau-PAS-Färbung, Van Gieson-Färbung, Elastika van Gieson, Ziehl-Neelsen-Färbung, Kongorot, Giemsa-Färbung, N.AS.-D.Ch.-Färbung, Diastase PAS, Alcianblaufärbung, SudanIV- Färbung, Grocott- Färbung.

PAS-Färbung

Spezialuntersuchungen

Mit weiterführenden Untersuchungen kann die Tumorherkunft (Matrix? Histogenese?) geklärt werden, und es können Aussagen über die Subklassifikation der Erkrankungen (therapeutische Konsequenz), prognostische Aussagen und der Therapieeffekte gegeben werden..

Bei der Immunhistochemischen Untersuchung werden mit Hilfe von Antikörpern gezielt Zell-oder Gewebestrukturen sichtbar gemacht, die für die Diagnose und anschließende Therapie eine wichtige Rolle spielen.

Folgende Antikörper werden zur Zeit untersucht
:

34ßE12, Actin, A-Fetoprot., Bcl2, ß-HCG, CA125, CA19-9,Calcitonin, Caldesmon, Calretinin, CD1a, CD3, CD5, CD10, CD15, CD20, CD21, CD23, CD30, CD31, CD34, CD56, CD61, CD68,CD79a, CD99, CD117, CD138, CDX2, CEA, Chromogranin, CK5,6, CK5,14, CK7, CK 8,18, CK 20, CMV, CyclinD1, D2-40, Desmin, Dog1, EBV, E-Cadherin, EGFR, EMA, EpCAM, ER, GATA3, GFAP, Glycophorin, Glypican, Hepar, Her2, Helicobacter pylori, HMB45, IgG4, Inhibin, Kappa, Keratin, KI67, Lambda, LCA, Mammaglobin, MelanA, MDM2, MLH1, MSH2, MSH6, MUM1, Myeloperoxidase, NSE, OCT4, PAX-5, PHH3,PLAP, PMS2, PR, PSA, p53, p63, P504s, S-100, Stathmin, SPA, SOX-10, Synaptophysin, TTF1, Thyreoglobulin, Vimentin, WT-1, p16            

Beispiel:

Actin

Immunfluoreszenzmikroskopie

Die direkte Immunfluoreszenz ist eine mikrokopische Spezialuntersuchung unter Verwendung von UV-Licht und speziellen farbstoffmarkierten Antikörpern. Die immunfluoreszenzmikroskopische Untersuchunge dient der Darstellung von Immunablagerungen (sog. "Immundepots") im Gewebe. Vor allem die Untersuchung von Haut- und Nierenbiopsien erfordert solche immunfluoreszenzmikroskopische Untersuchungen.

Schnellschnittdiagnostik

Während einer Operation kann eine intraoperative Gewebediagnostik zur schnellen Klärung einer evtl. bösartigen Erkrankung und zur Festlegung des Weiteren operativen Procedere durchgeführt werden.            

Zuschnitt am Kryostat

Zytologische Diagnostik

Zellmaterial das durch einen Abstrich oder Punktion entnommen wurde, wird auf einen Objektträger aufgetragen und nach entsprechender Färbung unter dem Mikroskop beurteilt.    

Unterschieden werden dabei die gynäkologische und die extragenitale Zytologie. Mit Hilfe der Papanicolaou- und der Pappenheimfärbung werden die Zellen und der Zellkern für die mikroskopische Beurteilung sichtbar gemacht.

In der gynäkologischen Zytologie werden Portio/Cervix-, Vaginal- und Vulvaabstriche beurteilt. Wir bieten zusätzlich auch die Dünnschichtzytologie an.

PAP IIID 1 (konventioneller Abstrich)

Bei der extragenitalen Zytologie werden Höhlenergüsse, Urin, Feinnadelpunktate von unterschiedlichen Organen etc. untersucht.

Pleurapunktat im Thin Prep

HPV-PCR

HPV-PCR-Ergebnisplatte

 In der Zytologie wird in wenigen Fällen eine ergänzende molekularpathologische Diagnostik die HPV-PCR (Polymerase Kettenreaktion) durchgeführt.